Sonntag, 20. Mai 2007

julia vs. regen 1:0

Aufstehen um 4:00h, urghh aber dafür schon um 8:00h in Kopenhagen. Nur leider, wie sollte es auch anders sein: Regen, Regen, Regen. Mein Plan für diesen Tag war eine Radtour mit einem Kopenhagener durch Kopenhagen zu machen und so Kopenhagen zu erkunden. Nach dem ich mein Zeug im Hostel abgelegt hatte und die „Herbergsmutter“ meinte dass das Wetter nicht besser werden würde habe ich beschlossen, die Radtour trotz des Regens zu machen, ich glaube der „Rad Führer“ war über meine Entscheidung nicht so glücklich aber er meinte, dass sein Konzept ist, jeden Tag diese Tour anzubieten und auch zu machen, und nicht jeden Tag- außer wenn es regnet, schneit, hagelt. Da ich die einzigste war die bei diesem Wetter eine Radtour machen wollte sind wir zu zweit mit Riesen Regencapes losgeradelt. Wir sind ca. 4 Stunden durch den strömenden Regen durch komplett Kopenhagen gefahren. An allen wichtigen und sehenswerten Plätzen vorbei wir sind aber auch durch Hinterhöfe, an kleinen versteckten Plätzen vorbei gefahren die ich so wahrscheinlich nie gesehen hatte. Ich habe durch meinen privaten Guide eine Menge über Kopenhagen erfahren können.


Ich weiß nicht ob es in Deutschland in den Medien war, aber in Kopenhagen gibt es ein Hippie Viertel (Christiania) welches abgerissen werden soll und die dort Lebenden Menschen wollen das natürlich nicht. Dadurch sind in diesem Viertel gerade ziemlich Aufstände, Demonstrationen und Straßenschlachten. Ich habe meine Rad Führer über die Ausschreitungen ausgefragt und er meinte, dass wenn ich will wir durch das Viertel fahren können, es aber momentan sehr gefährlich ist, aber ich wollte natürlich …
So was habe ich echt noch nie gesehen, eine total Hippie Stadt, nur Menschen mit langen Haaren, über all roch es nach Marihuana. Die Häuser waren alle selbst gebaut, irgendwie zusammen gehämmert und bunt angemalt. Alle möglichen Tiere sind rum gerannt keine richtigen Strassen, keine Autos. Leider konnte ich dort keine Photos machen, da das zu gefährlich gewesen wäre.

Nach der Tour bin ich noch mal selber in die Stadt gefahren um zu Abend zu essen und noch ein bisschen rum zuschauen aber so lange habe ich es nicht ausgehalten, da ich total durchgefroren und durchnässt war.

Im Hostel habe ich mich auf eine warme Dusche gefreut, aber das war nichts da es kein wirklich warmes Wasser gab. Ich war auch der Annahme, dass die Zimmer nach Geschlechter getrennt werde, war aber nicht so also habe ich in einem 14 Mann Zimmer mit 11 schnarchenden, betrunkenen und stinkenden Jungs geschlafen. Aber nach dem ich die Homepage dieses Hostel gesehen habe musste ich es buchen, seht warum:link

Ab ca 5h konnte ich nicht mehr schlafen, da ich von oben, unten einfach von allen Seiten beschnarcht wurde. Also bin ich gegen 7h aufgestanden habe meine Sachen gepackt und bin in das nächste kleine Cafe zum Kaffee trinken und frühstücken gegangen. Schon um 7h morgens war es schön warm und die Sonne hat geschienen, das war so schön. Nach dem Frühstück habe ich einen Spaziergang in der Sonne in die Innenstadt gemacht, dort bin ich auf den „runden Turm“ gegangen, von diesem Turm mitten in der Stadt hat man einen Blick über komplett Kopenhagen. Nach dem Turm bin ich in die „königliche Bonbonmacherei“ gegangen dort werden die Bonbons noch per Hand hergestellt und da konnte man auch zuschauen und natürlich auch naschen :-)

Danach bin ich noch etwas in der Stadt rumgeschlendert, ein wenig in den Geschäften rumgeschnarcht, die Sonne genossen, Eis gegessen noch mal ein paar Sehenswürdigkeiten bei Sonnenschein angeschaut.
Gegen 17h habe den Zug nach Malmö genommen, der Zug ist über die neue Öresundbrücke gefahren, welche Schweden über die Ostsee mit dem Festland verbindet.

In Malmö habe ich ganz schnell meine Zeug in die Jugendherberge geschmissen und bin gleich in die Stadt gelaufen um die Sonne so gut es geht zu nutzen. Nach dem ich ein bisschen durch die Stadt geschlendert bin, bin ich mit dem Bus zum Meer gefahren.
Dort habe ich bei einem Tee den Sonnenuntergang angeschaut. Dort befindet sich auch das höchste Gebäude von Schweden, der „Turning Torso“.


Auch in einem 6er Zimmer mit nur Mädchen ist man von laut schnarchenden Menschen nicht sicher, also wieder sehr frühes aufstehen. Nur leider diesmal ohne schönen Sonnenschein, sondern mal wieder Regen, Regen, Regen.
Da Malmö nicht größer als Karlsruhe ist (aber dritt größte Stadt Schwedens), habe ich die wichtigsten Sachen ziemlich schnell gesehen, da es einfach nicht aufhören wollte zu regnen habe ich den Rest des Tages in Cafés und Geschäften verbracht. Am Abend bin ich total müde und tot wieder zurück nach Stockholm geflogen.
Insgesamt waren es trotz des vielen Regens 3 schöne Tage, es hat sehr gut getan mal aus meinem Stockholm Loch raus zukommen.