Letzten Freitag war Midsommar in Schweden. Midsommar ist eines der höchsten Feste in Schweden es kommt direkt nach Weihnachten. An Midsommar fährt man aufs Land um dort entweder mit Freunden oder Familie den längsten Tag im Jahr zu feiern. Es wird dann gemeinsam getrunken, gegessen und gesungen. Es wird eine Art Mai Baum aufgestellt um den man dann den „Froschtanz“ tanzt und auch das entsprechende „Froschlied“ singt. Unverheiratete Mädchen muessen in dieser Nacht von 7 verschiedenen Wiesen 7 verschiedene Blumen pflücken und diese dann unter ihr Kopfkissen legen, den Mann von dem sie in dieser Nacht träumt wird sie heiraten.
Fuer nicht Schweden ist es sehr schwer ein richtiges Midsommar Fest mitzubekommen, da dies ein Fest in der Familie oder mit Freunden auf dem Land ist. Stockholm war an dem Tag wie leer gefegt. Wie eine Geisterstadt, man hat nur ab und zu ein paar verwirrte Touristen sehen können aber von Schweden keine Spur.
Um wenigstens ein bisschen Midsommar zu erleben wollten wir (6 Leute) eigentlich nach Skansen (schwedische Freilichtmuseum) gehen, wo für die Touristen Midsommar gefeiert wurde. Nachdem es uns auf den Blick auf die Eintrittspreis Tafel fast umgehauen hat und wir eigentlich nur betrunkene deutsche Touristen sehen konnten haben wir uns dann doch gegen das „traditionelle“ Midsommar entschieden, dass wir uns ein nettes Plätzchen auf der Insel auf der wir waren suchen und einfach nur beisammen sitzen. Wir haben auch ziemlich schnell den perfekten Platz gefunden. Am Wasser, Blick auf die Altstadt, riesen Kissen die dort ausgelegt waren, künstliche Palmen und gediegene Musik. Dort haben wir dann „unser“ Midsommar bis es gegen 3h angefangen hat zu regnen verbracht.
